Ushuaia
Der Name Ushuaia bedeutet in der Yámana Sprache "Bucht die sich dem Sonnenuntergang zuwendet". Die "Yámana" Indianer, auch "Kanufahrer des Beagle Kanals" genannt, waren die Ureinwohner dieser Gegend. Sie bewohnten den Beagle Kanal bis zum "Cabo de Hornos" (Kap Horn).
Ushuaia ist die Hauptstadt der Provinz "Tierra del Fuego" (Feuerland). In ihrer Architektur und ihren urbanistischen Plänen zeigt sie eine starke Verbindung zu ihrer Geschichte. Viele europäischen Expeditionen sind zur Forschung des Klimas, der Geographie, der Tier- und Pflanzenwelt und der Indianerstämme in diese Gegend gekommen. Viel von der Geschichte Ushuaias hängt auch mit dem alten Gefängnis das hier in der Stadt lange Zeit funktionierte zusammen.
Aber nicht nur die Geschichte macht Ushuaia zu einer durchaus interessanten Stadt, vor allem die traumhaft schönen Naturwunder die hier zusammenkommen, das Meer, die Wälder, einzigartige Gletscher und Berge, dies alles auf einer kleinen Insel, machen Ushuaia und die Umgebung zu einem einmaligen Erlebnis. Verschiedene Ausflüge wie zum Beispiel Bootsfahrten auf den Kanälen von Feuerland und sogar Kreuzfahrten in die Antarktis können von hier aus organisiert werden.
Diese Insel wurde 1520 vom portugiesen Hernando Magallanes, der eine Verbindung zwischem dem Pazifik und dem Atlantik suchte, entdeckt. Er stiess auf die Meerenge die heute Magellanenstrasse gennant wird. Er erblickte während der Nächte auf dem Südufer helle Flammen, weshalb sie die Region "Tierra del Fuego" (Feuerland) nannten. Später folgten zwei Jahrhunderte unzählige Expeditionen auf der Suche nach Gold, dass angeblich hier zu finden war.
Beagle Kanal
Am südlichen Ende der "Isla Grande de Tierra del Fuego" (Grosse Feuerland Insel) befindet sich der Beagle Kanal, der die Grenze zu Chile markiert. An der Küste führt ein Weg mitten durch die Ñires - und Lengasbäume bis zur "Laguna Victoria" Lagune. Auf dem Weg befindet sich der Leuchtturm von "Les Eclaireurs", Seelöwenkolonien, der "Olivia" Berg mit etwa 1500 m Höhe und die "Gable" Insel auf der die berühmten "Lengas Bandera", Bäume die durch den ständigen Wind in eine Richtung gekrümmt wachsen und zuletzt die "Estancia Harberton" die eine ereignisreiche Geschichte aufweist.
Nationalpark Tierra del Fuego
1960 wurde dieses Gebiet zum Nationalpark erhoben. 63.000 Hektar Land sind hier das Schutzgebiet für den subarktischen Wald und für das Ökosystem der Patagonischen Anden. Reich an Flora und Fauna ragt vor allem der Lenga Baum heraus. Er wird bis zu 30 m hoch und sein Stamm kann bis zu 1.5 m Umfang erreichen. Aber auch andere Bäume wie Niren, Lorbeer, und " Notros" finden hier ihren natürlichen Raum.
Unter den Tieren lebt der "Cauquén", der seine Neste am Ufer des Wassers macht und sich von Gräsern ernährt, und Spechte die immer in Pärchen zusammenleben. Biber und Hasen sind auch sehr häufig zu sichten. Letztere werden heutzutage für eine Plage gehalten, sie sind nicht originär, sondern wurden von den Europäern eingeführt und haben sich hier frei von Naturfeinden vermehrt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Naturparkes gehören die Bucht von "Bahía Ensenada", der Wasserfall vom "Río Pipo", Ausblickspunkt von "Isla Redonda", Der "Roca" See, die "Laguna Negra" und die Bucht von "Lapataia"
Altes Gefängnis von Ushuaia
Dieses alte Gefängnis wurde 1902 für Wiederholungsverbrecher gebaut. Bis 1947 war es für die Entwicklung Ushuaias sehr wichtig. Bekannte Zeitgenossen wie der anarchist Simón Radowitskly, der Gauner Juan Dufour und der Kettenmörder Mateo Banks haben sich in diesem Gefängniss aufgehalten.
Estancia Harberton
Dieser alte Grundbesitz wurde 1886 vom anglikanischem Pastor Thomas Bridges gegründet. Bridges eroberte den Beagle Kanal und hatte ein sehr gutes Verhältniss zu den "Yamana" Indianern die heute ausgestorben sind. Diese "Estancia" ist nicht nur wegen ihrer Geschichte interessant, sie befindet sich in einer wunderschönen Bucht, die sie vom Wind schützt und wo sich das "Acatushún" Museum in dem originäre Tiere der Region ausgestellt werden, befindet. Das Museum wurde im Jahr 2001 gegründet und ist auf Vögel und Meerestiere wie Delphine und Wale spezialisiert.
Zug Am Ende Der Welt
Der "Tren del Fin del Mundo" oder auch "Ferrocarril Austral Fueguino" gennant, ist der erste ökologische Zug der Welt. Seine Strecke verläuft durch ein Gebiet des Nationalparks "Tierra del Fuego" das sonst auf keine andere Weise erreicht werden kann. Der Zug beginnt seine Fahrt von der Station "Fin del Mundo" die sich 8 Km. östlich von Ushuaia befindet, und fährt dann bis zur Station Nationalpark "Tierra del Fuego". Dampflokomotiven und elegante beheizte Waggons mit grossen Panoramafenstern machen diese Fahrt, die etwa 1 Stunde und 40 Minuten lang ist, zu einem einmaligen Erlebniss.
Wir fahren entlang des "Río Pipo" Flusses und überqueren ihn auf der Brücke von "Quemado". Nach einer Kurve besteigt der Zug jetzt die steilste Strecke bis zur Station von "La Macarena".
Danach fährt er an den Resten eines alten Sägewerkes vorbei und umfährt ein grosses Torfgebiet bis er in einen üppigen Lengas und Nires Wald hineinfährt. Früher wurde dieser Zug von den Sträflingen des Gefängnisses von Ushuaia benutzt um Holz für den Winter in die Stadt zu transportieren.